Michael Conzen

Der Kandidat für alle, die in und um Seesen leben. Ihr neuer Bürgermeister für Seesen und die Ortsteile. Gemeinsam für die Zukunft unserer Heimat. Wir fürs hier.

#wirinseesen

Mein Name ist Michael Conzen. Ich wurde 1972 in Göttingen geboren und lebe mit meiner Frau Kirsten und unseren beiden Töchtern Marlena & Hanna im wunderbaren Seesener Ortsteil Ildehausen. Völlig zu Recht gehe ich als Dorfkind durch, habe hier Fußball & Tischtennis gespielt und war beide Male nur mäßig begabt, dabei aber immer leidenschaftlich.

Praktiker und Vorwärtsbringer

Im Betrieb von Wolfgang Schwerdtfeger habe ich das Bäckerhandwerk erlernt, in Munster und Rheine die Bundeswehr erlebt und später den zweiten Bildungsweg für mich entdeckt. Seit 1995 bin ich beim Landkreis Goslar beschäftigt. Kenne das dortige Sozialamt gut, war in der Aussenstelle in Seesen tätig, dann Leiter des Jobcenters in Seesen und anschließend Bereichsleiter Leistungsgewährung und stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters in Goslar.

Verwaltungsfachmann und Teamplayer

Seit dem 01.12.2016 leite ich den Fachbereich Bildung, Kultur und Sport. Ich bin somit Träger von 21 weiterführenden Schulen an 18 Standorten für mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler, baue neue Schulen, organisiere die Schülerbeförderung für das gesamte Kreisgebiet, bewirtschafte jährlich ca. 40 Millionen Euro im Kreishaushalt, organisiere die Erwachsenenbildung und führe mehr als 230 Kolleginnen und Kollegen. Natürlich tue ich das nie allein, sondern stets in einem starken Team.

Fragt man die Menschen auf der Straße, Bekannte, Freundinnen und Freunde oder die Familie nach den wirklich wichtigen Themen, kommen aktuell folgende Antworten, ähnlich wie im Familienduell:

Bildung

„Wir wollen weiter in Bildung investieren“. Diese Aussage unterschreibt dieser Tage landauf landab wirklich jedes Wahlkampfteam. Wir bauen Schulen, erweitern allgemeine und naturwissenschaftliche Unterrichtsräume, sanieren Dächer, Heizungsanlagen und Sporthallen, rüsten endlich barrierefrei um und aus, richten Mensen ein, sorgen uns um eine Mittagsverpflegung und rüsten digital ordentlich auf.

Aber reicht das?

Ich denke nicht. Wenn mir in der Disco die Musik nicht gefällt oder der DJ krankheitsbedingt ausfällt, bringen mir die neuen Fenster gar nichts. Oder das neue iPad. Wir müssen Bildung insgesamt größer denken. Für unsere Kinder ist mir besonders wichtig, dass wirklich alle von Beginn an die gleichen Chancen bekommen. Bildung darf nicht zum Luxusgut verkommen oder zum Lifestyleobjekt der Besserverdienenden. Beim Thema der Bildungsgerechtigkeit können wir die Schulträger nicht alleine lassen. Bildung ist und bleibt, dem Föderalismus sei gedankt, immer auch Ländersache. Bei der Unterrichtsversorgung, der Besetzung freier pädagogischer Stellen und insbesondere und vor allem beim Umgang mit der Inklusion müssen wir noch besser werden. Aufgrund meiner großen Erfahrung und Verantwortung im Bildungskontext eines Schulträgers mit 21 weiterführenden Schulen werde ich mich einbringen, vermitteln und für Seesen klare Ziele und auch Erwartungshaltungen formulieren.

Sicherheit

Beim Thema Sicherheit nehme ich wahr, dass unsere Bürgerinnen und Bürger sehr sensibel auf die jüngsten Ereignisse wie der großflächige Stromausfall über Stunden in Rhüden, den Datenklau bei Behörden oder das gehackt werden im privaten Bereich reagieren.

Auch weil wir das Thema Sicherheit gesamtgesellschaftlich in der Vergangenheit eher vernachlässigt haben, wird es umso mehr darauf ankommen, die stabile Vernetzung aller Akteure noch mehr zu bewerben und gleichzeitig weiter auszubauen und zu verstetigen.

Ich möchte letztlich wissen, wo ich hingehen kann, wenn es dunkel bleibt, wer mein Handy lädt oder wo ich mein lebenswichtiges medizinisches Gerät anschließen kann. Die Katastrophenschutzbehörden arbeiten bereits an guten Konzepten. Wir müssen wieder vermehrt in die notwendige Infrastruktur und Ausrüstung investieren.

Unsere Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, aber auch beim Deutschen Roten Kreuz brauchen hier eine verlässliche Bedarfsplanung, wann mit neuen Gerätschaften und Bekleidungsausstattung gerechnet werden kann.

Weiterhin denken müssen wir auch an unsere Gerätehäuser, die größtenteils in die Jahre gekommen sind: sanitäre Anlagen, zu kleine Tore, fehlende Umkleiden und Sozial- und Schulungsräume. Der Aufbau eines zuverlässigen und zeitgemäßen Bevölkerungsschutzes wird zeitlich und finanziell für Seesen anspruchsvoll und herausfordernd. Nach vielen persönlichen Gesprächsterminen mit unserem Stadtbrandmeister, einigen Ortsbrandmeistern, dem Leiter der DRK Bereitschaft und meinen Kolleginnen und Kollegen beim Katastrophenschutz des Landkreises Goslar bin ich absolut überzeugt davon, dass wir das gemeinsam sehr gut hinkriegen werden.    

Finanzen

Generell, aber vor allem im Wahlkampf scheuen Politikerinnen und Politiker gerne eine Festlegung zum Machbaren, zum Leistbaren, zu einer verlässlichen Aussage darüber, was können wir uns eigentlich noch leisten. Seesen hat auch aufgrund seiner gesunden Gewerbesteuereinnahmen und einer günstigen, stets überlegten Mittelbewirtschaftung durch unsere Verwaltung noch keine so dramatische Haushaltssituation wie andere Kommunen in Niedersachsen. Ich persönlich fand es absolut richtig, im Schulterschluss der Hauptverwaltungsbeamtinnen und Beamten vor dem Landtag in Hannover vorstellig zu werden. Föderalismus ist eine tolle Sache, das Konnexitätsprinzip ebenfalls. Aber wenn immer wieder zusätzliche Aufgaben an die Kommunen übertragen werden, geht das nicht ohne finanziellen Ausgleich. Sonst geht es halt nicht lange gut, wie die Entwicklung unzähliger kommunaler Haushalte gerade zeigt.

Zukünftig wird es um drei Dinge gehen:

Mit dem Land muss weiter darum gestritten werden, dass an die Kommunen übertragene Aufgaben ausreichend und auskömmlich gegenfinanziert werden müssen. Wer wegschiebt muss auch zahlen.

Die Einnahmesituation der Stadt im Blick behalten. Gewerbesteuer und Hebesätze sind wichtig, aber die Menschen und die Gewerbetreibenden dürfen dadurch nicht überfordert werden.

Die Ausgabeseite wird wesentlich maßvoller und zurückhaltender bewirtschaftet werden müssen. Sämtlich Ausgaben gehören auf den Prüfstand – auch die freiwilligen Leistungen.

Niemand findet das gut. Ich bin aber überzeugt davon, dass unsere Bürgerinnen und Bürger Sparsamkeit und einen vernünftigen Umgang mit öffentlichen Geldern immer honorieren werden. Die Menschen wollen nicht belogen oder für naiv gehalten werden. Sie sind in der Lage und bereit, mit Fakten hinterlegte Zahlen zu akzeptieren und nach offener, ehrlicher Diskussion auch den Weg des enger werdenden Gürtels mitzugehen.

ÖPNV

Eines der Lieblingsthemen der jüngeren und älteren Seesenerinnen und Seesenern ist der öffentliche Personennahverkehr – die Verfügbarkeit von Bus und Bahn für die innerstädtischen Wege, aber auch für die verlässliche Verkehrsanbindung der Ortsteile.

Mitunter bekommt man schon den Eindruck, dass die Gesamtorganisation des ÖPNV in Niederachsen bewusst kompliziert ausgelegt wurde. Die jeweiligen Finanzierungsstränge sind kaum noch nachvollziehbar. Der Regionalverband Braunschweig verhandelt über das gesamte Liniennetz schienen- und liniengebunden mit der Landesnahverkehrsgesellschaft mbH (LNVG). Die Kommunen wie Seesen beteiligen sich anteilig an den Kosten. Verkehrsunternehmen wie Harzbus, Stadtbus Goslar oder KVG in Bad Harzburg bedienen dann die jeweiligen Linien.

Damit wird leider auch deutlich, wie schwer es für die einzelne Kommune ist, eigene regional wichtige Verbindungen aufrecht zu erhalten, insbesondere dann, wenn zudem die Fahrgastzahlen rückläufig sind. Individuelle, örtliche Lösungen sind teuer und ohne Fördermittel des Landes oder vom Bund kaum zu stemmen.

Ich wünsche mir passgenaue und finanziell vertretbare Lösungen mit unseren starken Partnern vor Ort. Ein eigenes Streckennetz ist für die Stadt Seesen letztlich nicht finanzierbar. Wir werden über Zeitkorridore am Vormittag oder an den Wochenenden diskutieren müssen. Eine verlässliche Buslinie zu jeder Tages- und Nachtzeit im Stadtgebiet oder in Kirchberg ist nach meiner Einschätzung ausgeschlossen. Daran ändert auch ein selbstfahrender Bus nichts. ​

Engagiert und dankbar

Der Weg vom Bäckergesellen über den Verwaltungsfachangestellten bis hinauf in den höheren Dienst war spannend und fordernd. Der Landkreis Goslar hat mir für meine berufliche Entwicklung schier grenzenlose Möglichkeiten geboten – ich habe „meiner“ Kreisverwaltung sehr viel zu verdanken. Daneben durfte ich als Ehrenamtlicher Richter beim Landgericht in Braunschweig juristische Erfahrungen sammeln, war Vorsitzender des TSC Ildehausen eV, Mitglied des Ildehäuser Ortstrates, Ortsbürgermeister, Stadtrat und Fraktionsvorsitzender.

Im Team mit Menschen

Über die Jahre ist einiges zusammengekommen, ich bin dankbar für jede Station und die großartigen Menschen, die mich begleiteten, mich förderten und an mich geglaubt haben.

Ich bin aufgeschlossen, verbindend und verbindlich. Durch meine vielfältigen Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen der kommunalen Verwaltung bin ich wie gemacht für das Amt des Bürgermeisters. In Rathäusern wird sehr viel verwaltet, geprüft, verfasst, gesprochen, gedacht und geschrieben. Darin bin ich geübt und erfahren. Über gute Verwaltungsarbeit entwickeln sich produktive Prozesse, kommen Dinge im Sinne der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in Bewegung. So wird gestaltet. Andersherum funktioniert es nicht.

Ich stehe für moderne Strukturen in produktiven Verwaltungen, mag eine enge Beteiligung von Fachleuten meiner Verwaltung und eine verlässliche und kontinuierliche Bürgerbeteiligung. Mit den Menschen und für die Menschen ist (m)ein vernünftiges Motto. Sagen, was man tun möchte und letztlich auch tun, was man sagt. Das klingt leicht und logisch – allzu oft wird es jedoch nicht gelebt.

 

Ein Bürgermeister selbst baut keine Schwimmbäder, keine Schulen, keine Kitas, keine Radwege und keine Feuerwehrgerätehäuser. Diese wichtigen Vorhaben sind zwingend notwendige Infrastrukturprojekte, die allesamt begehrt, vermisst und gebraucht werden.

Bürgermeister führen und lenken Verwaltungen, die alles Notwendige daransetzen und politische Entscheidungen auf den Weg zur Zielerreichung bringen. Bürgermeister brauchen politischen Mut, klare Mehrheiten und starke Räte, die hierüber auch entscheiden wollen. Ohne Eitelkeiten, Gehabe und Machtspiele. So geht das. Alles andere ist Unfug.

 

Niemand entscheidet im Seesener Rathaus allein über Investitionsvolumen mehrerer hunderttausend Euro. Das ist im Übrigen auch gut so. Ich habe sämtliche Abläufe im Verwaltungsgeschäft von der Pike auf gelernt und verstanden. In den vergangenen zehn Jahren war das Zusammenspiel von Politik und Verwaltung zur Vorbereitung, Planung und Durchführung millionenschwerer Schulbauprojekte auch und vor allem gegen Widerstände mein tägliches Brot.

 

Vermitteln, verhandeln, ausgleichen, entscheiden und umsetzen. Führen und Anleiten, Halt geben und Haltung vermitteln. Das war und das ist mein Geschäft. Ich mag gute Stimmung im Rathaus, offene Türen und klare und verlässliche Entscheidungswege – als Mikrochef und für kleinteilige Dienstanweisungen bin ich definitiv nicht der Richtige.

 

Bitte vertrauen Sie mir die zu erledigenden Aufgaben, zukünftigen Projekte und notwendigen Entwicklungsprozesse unserer Stadt an und unterstützen Sie mich auf meinem Weg ins Seesener Rathaus.

"Lasst uns gemeinsam viel erreichen!"

Michael Conzen

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